Abgestellt wie Müll

Itchy wurde herzlos ausgesetzt

Der hübsche Kerl musste erlöst werden.

Mit großer Bestürzung musste das Tierheim kürzlich einen besonders traurigen Fall von Tieraussetzung aufnehmen. Direkt neben den Mülltonnen auf dem Parkplatz wurde eine Plastiktüte entdeckt, in der sich eine Transportbox befand. Darin saß ein kleines Frettchen.

Das Tier wurde umgehend ins Warme gebracht und erstversorgt. Bereits bei der ersten Untersuchung fiel auf, dass es stark humpelte, ein Hinterbein deutlich fehlgestellt war und es wiederholt hustete. Sofort wurde ein Tierarzt hinzugezogen, der das Frettchen unverzüglich untersuchte. Die anschließenden Röntgenaufnahmen ergaben ein erschütterndes Bild: Das Tier litt an schweren Tumorerkrankungen der Lunge sowie vermutlich auch im Bereich von Hinterbein beziehungsweise Hüfte.

Aufgrund des fortgeschrittenen Krankheitszustandes bestand keine Aussicht auf Heilung. Um weiteres Leiden zu verhindern, blieb nur die Entscheidung, das Frettchen in tierärztlicher Begleitung sanft einschläfern zu lassen. Wenigstens auf seinem letzten Weg konnte ihm so Schmerz und Angst genommen werden.

Neben den Mülltonnen wurde Itchy ausgesetzt.

Das unkastrierte, nicht gekennzeichnete Männchen war zahm und offensichtlich an Menschen gewöhnt. Sein Zustand ließ darauf schließen, dass die Erkrankung bereits seit längerer Zeit bestand. Dass ein schwer krankes Tier anonym und ohne jede Information neben Abfallbehältern zurückgelassen wurde, ist für uns alle kaum zu begreifen.

Wir weisen in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, dass das Aussetzen eines Tieres keine Lösung und sogar eine Straftat darstellt! Wer mit der Haltung eines Tieres überfordert ist oder ein krankes Tier nicht mehr versorgen kann, sollte unbedingt frühzeitig Hilfe suchen — bei Tierärzten, Tierschutzvereinen oder dem zuständigen Tierheim. Nur so kann gewährleistet werden, dass dem Tier angemessen geholfen wird.

Das Frettchen erhielt im Tierheim den Namen „Itchy“. Auch wenn ihm nicht mehr geholfen werden konnte, wurde ihm zumindest ein würdevoller Abschied ermöglicht.

Sollte jemand Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu diesem Vorfall geben können, wird um Kontaktaufnahme mit dem Tierheim gebeten. Tiere sind fühlende Lebewesen und verdienen Verantwortung, Fürsorge und Respekt — bis zu ihrem letzten Atemzug.

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